Wohnen in Ende: Baulandentwicklung „Am Berge“

Breite Zustimmung der Bürger*innen

Zum Thema „Wohnen in Ende“ informierte der SPD-Ortsverein Westende am vergangenen Samstag an einem Infostand vor der Sparkasse Kirchende. Trotz schlechten Wetters schauten viele Interessierte vorbei, um mit den Ender Ratskandidat*innen über die Baulandentwicklung Am Berge zu diskutieren.
Dabei unterstrichen die Kommunalpolitiker, dass ausreichend bezahlbarer Wohnraum für Jung und Alt, der zudem barrierefrei und seniorengerecht ist, seit Jahren Kernforderung sozialdemokratischer Politik in Herdecke sei. Damit sich auch Menschen mit niedrigem Einkommen das Wohnen in Herdecke leisten können, setzt die SPD-Fraktion auf ein ausgewogenes Verhältnis zwischen frei finanziertem und gefördertem Wohnraum. Ausgewogen bedeutet dabei ein Verhältnis von 50:50, das beispielsweise für das Bauprojekt auf dem Gelände der alten Grundschule Im Dorf und der Albert-Schweitzer-Schule in Kirchende dank der SPD politisch durchgesetzt wurde. Für diesen Standpunkt gab es breite Zustimmung seitens der interessierten Bürger*innen. Einige von ihnen hatten die Möglichkeit genutzt, sich bei der städtischen Bürgerinformationsveranstaltung über das Projekt zu informieren.
Nach jahrelanger Verzögerung hatte nun endlich die Landesgesellschaft „NRW-Urban“ drei unterschiedliche Konzepte zur Entwicklung des Baugebietes auf dem ehemaligen Schulgelände in Kirchende vorgestellt. Wieder einmal bestand die Bürgerbeteiligung darin, dass die Anwesenden Punkte verteilen konnten für den Entwurf, der ihnen am meisten zusagte.
Im Gegensatz dazu hatte der SPD-Ortsverein schon frühzeitig die Bürgerinnen und Bürger zu einer Ideenwerkstatt eingeladen, in der sie ihre Vorstellungen zur Entwicklung des Geländes einbringen konnten. Die Impulse aus dieser Planungswerkstatt flossen jüngst ein in einen Antrag der SPD-Fraktion für die letzte Ratssitzung. Hier konnte sich die SPD-Fraktion mit ihrer Forderung durchsetzen, jene Variante weiter zu verfolgen, die mit einem zentralen Platz die Möglichkeit zur Begegnung und zum Verweilen bietet. Auch die Forderung, möglichst viele der vorhandenen Bäume erhalten, um den gewachsenen Charakter der Straße nicht zu beeinträchtigen, wurde von den Bürger*innen unterstützt.
In der Diskussion wurde von vielen Interessierten gemahnt, nicht die Fehler aus der Ruhraue zu wiederholen und das Gelände Investoren zu überlassen, die doch vielfach eher an Rendite als an vernünftiger Architektur interessiert seien. Daher wurde auch die Idee der Sozialdemokraten, im Eigenheimbau Baugemeinschaften zum Zuge kommen zu lassen, durchweg begrüßt.
Bei Baugemeinschaften finden sich Bauwillige zusammen, die einen Grundstücksanteil erwerben und dann gemeinschaftlich planen und Aufträge vergeben. Das Bauen in Baugemeinschaften zeichnet sich durch niedrige Baukosten, individuelle Gestaltungsmöglichkeiten und hochwertige Architektur aus. Insbesondere ließe sich hier der von vielen Interessierten geäußerte Wunsch nach generationenübergreifendem Wohnen verwirklichen.
Dass die Bebauung klimagerecht und nachhaltig sein sollte, war für alle eine selbstverständliche Forderung.
Der SPD-Ortsverein Ende wird diese Ideen in den weiteren Planungsprozess einbringen.